Gefährliche Heilpraktiker!? – Man muss seine Grenzen kennen!

Im Herbst 2017 hatte ich das Glück, von Michael Rädel – Chefredakteur beim Verlag blu media network GmbH – interviewed zu werden und die Möglichkeit zu bekommen, ein paar Worte zu meinem Berufsbild und meiner Einstellung zur Schulmedizin sagen zu dürfen.

Einen Ausschnitt des Interviews findet ihr hier:


Mit der Natur heilen

Dass die Schulmedizin nicht immer die passende Antwort auf Erkrankungen des Körpers hat, ist klar. Und natürlich gibt es (auch berechtigte) Vorbehalte gegenüber alternativen Heilmethoden. Wir sprachen mit einem, der es wissen muss: Alexander Wurster, der in Saarbrücken eine Naturheilpraxis betreibt.

M.Rädel: Wie kamst du zur Naturheilung?

A.Wurster: Mein Weg zum Heilpraktiker war ein langer. Zuerst war ich in der Hotelgastronomie tätig, studierte BWL und arbeite auf Veranstaltungen. Irgendwann, so mit Anfang dreißig, endete das im Burn-out. Zu Kräften und zurück ins Leben kam ich durch eine Heilpraktikerin. Durch sie erwachte auch mein Wunsch, Heilpraktiker zu werden. Die Ausbildung habe ich an einer Heilpraktikerschule in Vollzeit gemacht.

M.Rädel: Mit welchen Leiden kommen die meisten Patienten zu dir?

A.Wurster: Meist chronische Schmerzen, Stress und Ernährungsfragen, ich biete ja auch Darmsanierungen an.

M.Rädel: Die Schulmedizin sagt, Entgiftung funktioniert nur über Leber und Niere. Detox sei Unfug. Was ist da deine Sicht?

A.Wurster: Ich denke, dass die Schulmedizin UNBEDINGT eingesetzt werden soll, eine schwere Erkrankung bekommt man eben nicht weg mit ein paar Globuli, um das mal flapsig zu formulieren. Aber ich weiß aus meiner Tätigkeit und durch persönliches Erfahren, dass Heilpraktiker unterstützend und vorbeugend wirken können. Man muss ja erst gar nicht krank werden. Detoxing ist da nur ein Beispiel – man kann es formulieren, wie man will, aber ich denke, dass Entgiftung auch über die Haut und nicht nur über die Harnwege funktioniert. Bei HIV-positiven Patienten kommt Fasten allerdings nicht infrage, das ist klar, diese Therapieform würde sich nicht mit den Aids-Medikamenten vertragen.

M.Rädel: Wie gestaltet sich so ein typischer Tag von dir?

A.Wurster: Nun, jeder Tag ist unterschiedlich, aber was ich jeden Tag mache, ist, ihn mit Meditation zu beginnen, schon morgens direkt nach dem Aufstehen. Dann bereite ich mich auf meine Patienten vor, ich habe zwischen den einzelnen Terminen immer genug Puffer, um mich gründlich mit dem Patienten befassen zu können, die meisten Termine sind nachmittags, abends und am Wochenende.

M.Rädel: Und wie entspannst denn du?

A.Wurster: Nun, wie gesagt mit Meditation, Yoga, Sport und dadurch, dass ich jeden Tag in der Natur unterwegs bin – mit meinem Hund. Und einmal die Woche gehe ich zu einem befreundeten Heilpraktiker.


Interview: Michael Rädel Chefredakteur
Verlag: blu media network GmbH Berlin

Erschienen Oktober 2017 in:
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